17. Oktober 2017 Diskussion/Vortrag Von der »Homolobby«, »Umvolkung« und »Gendertanten«

Im Netz der antifeministischen, homofeindlichen und rassistischen Matrix

Information

Veranstaltungsort

Haus Arthur
Hohe Straße 33
09112 Chemnitz

Zeit

17.10.2017, 18:00 - 20:00 Uhr

Themenbereiche

Ungleichheit / Soziale Kämpfe

Zugeordnete Dateien

Mit Rachel Spicker und Enrico Glaser (Fachstelle Gender und Rechtsextremismus, Amadeu- Antonio-Stiftung)

Bisher gibt es kaum eine geschlechterreflektierte Analyse rechtspopulistischer Bewegungen wie Pegida. Zwar wurde diskutiert, dass scheinbar mehrheitlich ältere, weiße Männer der ostdeutschen Mittelschicht mit Hass und Feindlichkeit auf die Straße gingen. Dass dabei Antifeminismus und Sexismus eine Rolle spielten, wurde wenig thematisiert ebenso wie die Frage nach Positionen und Funktionen von Frauen.
In den aktuellen asylfeindlichen bis völkischen Mobilisierungen werden Verschränkungen geschlechtlicher und rassistischer Zuschreibungen deutlich. Mit dem Feindbild des "übergriffigen Fremden" werden Ängste vor Flüchtlingen geschürt. Sexualisierte Gewalt und die davon Betroffenen werden instrumentalisiert, um Vorurteile und Hass zu verbreiten - auch mit Falschmeldungen. Insgesamt zeigt sich: Gender-Themen bilden eine zentrale Klammer rechtspopulistischer und neurechter Propaganda – und einen perfekten Anschlusspunkt in breite Teile der Bevölkerung.
Welche Themen besetzen rechtspopulistische und neurechte Bewegungen wie Pegida unter einer Gender-Perspektive? Welche Strategien finden sich in den Gruppierungen, sowohl von männlichen als auch weiblichen Akteur_innen? Und: Welche Folgen hat dies für eine gesamtgesellschaftliche Debatte und für die Ausgestaltung demokratischer Kultur?

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