25. Oktober 2017 Diskussion/Vortrag Subjekt in der Krise

Verschoben auf 01. November

Information

Veranstaltungsort

TU Dresden, Hörsaalzentrum
Bergstraße 64
01069 Dresden

Zeit

25.10.2017, 18:30 - 20:30 Uhr

Veranstalter

Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen

Themenbereiche

Ungleichheit / Soziale Kämpfe

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REIHE: Gesellschaftskritik in der Krise
Mit Prof. Dr. Christine Kirchhoff (Juniorprofessorin für Psychologie mit Schwerpunkt Psychoanalytische Kulturwissenschaften an der International Psychoanalytic University Berlin)
Eine gemeinsame Vortrags- und Diskussionsreihe des Referates politische Bildung (StuRa der TU Dresden) und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen
 
Es grenzt an eine Tautologie zu sagen, dass in der gegenwärtigen Krise auch das Subjekt in die Krise geraten sei, ist doch Subjektivität ohne ihre gesellschaftliche Vermittlung nicht zu denken. Was kann überhaupt in die Krise geraten, wenn doch schon Marx feststellte, dass das Subjekt, auf das es im Kapitalismus ankommt, ein „automatisches Subjekt“ sei? Was heißt dies für die empirischen Subjekte, die Einzelnen, die sich um ihrer Reproduktion willen am Markt behaupten müssen? Was heißt dies vor dem Hintergrund des von Theoretikern der Postmoderne ausgerufenen und zugleich affirmierten Ende des Subjekts? Und was heißt dies, wenn man eine psychoanalytische Perspektive einnimmt und mit Adorno davon ausgeht, dass man in den innersten psychologischen Zellen auf gesellschaftliches stoße?
Diese und andere Fragen versucht der Vortrag zu beantworten, indem die Attraktivität von Verschwörungstheorien, eine Regression des Denkens mit dessen eigenen Mitteln, sowie die Dynamik der medial vermittelten Massenbildung wie Vereinzelung diskutiert werden.


 

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