Freitag, 29. Mai 2026
14:00–14:30 Die Begrüßung und Einführung
- Stefan Thimmel, Referent für Mieten-, Wohnungs- und Stadtpolitik - Rosa-Luxemburg-Stiftung
- Franziska Heinisch, Leiterin Mietenkampagne, Organizerin und im Vorstand der Rosa-Luxemburg-Stiftung
- Niklas Schenker, MdA, Vorstandsmitglied & Sprecher für Mieten, Wohnen, Bauen, Rad- und Fußverkehr, Clubkultur – Die Linke
14:30–16:00 Die Keynotes und Diskussion: Choose your Battles – Wie Sicher Wohnen in einer linken und solidarischen Stadt? - LIVESTREAM
- Helena Steinhaus, Gründerin Sanktionsfrei e.V., Geschäftsführender Vorstand
- Dr. Andrej Holm, Sozialwissenschaftler, Humboldt Universität zu Berlin
- Franziska Heinisch, Leiterin Mietenkampagne, Organizerin und im Vorstand der Rosa-Luxemburg-Stiftung (Moderation)
- Stefan Thimmel, Referent für Mieten-, Wohnungs- und Stadtpolitik - Rosa-Luxemburg-Stiftung (Moderation)
16:00–16:30 Die Kaffeepause
16:30–18:30 Die Workshops
EINS — Sicher Wohnen durch Vergesellschaftung: Fast fünf Jahre sind vergangen, seitdem 59,1 Prozent der Berliner*innen für die Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen gestimmt haben. Der schwarz-rote Berliner Senat will das Volksbegehren erklärtermaßen nicht umsetzen und führt Ablenkungsdebatten um Rahmen- und alternative Umsetzungsgesetze. Die Initiative DWE & Co Enteignen hat jetzt ein eigenes Gesetz erarbeitet, welches in einem zweiten Volksbegehren verbindlich abgestimmt werden soll. Über das Handeln großer Wohnungskonzerne in Berlin, die Aktivitäten von Deutsche Wohnen & Co. Enteignen, das undemokratische Verhalten des aktuellen Berliner Senats und über Vergesellschaftungsperspektiven nach der Abgeordnetenhauswahl im September 2026 sprechen:
- Andrea Dieck & Firdes Firat, Aktivistinnen bei Deutsche Wohnen & Co. Enteignen
- Vertreter*innen von „Berlin gegen Vonovia"
- Kerstin Wolter, Co-Vorsitzende Landesverband Berlin – Die Linke
- Dr. Selma Gather, Rechtswissenschaftlerin, Berlin/Karlsruhe
- Moderation: Johannes Kolleck, wissenschaftl. Mitarbeiter MdA Niklas Schenker
ZWEI — Sicher Wohnen in Würde - Gegen Wohnungsnot und Wohnungslosigkeit: Bis 2030 soll in Europa die Wohnungs- und Obdachlosigkeit überwunden werden. Auch der Berliner Senat - völker-, europa- und verfassungsrechtlich gebunden – gibt dieses Ziel aus. Die bittere Realität ist aber offensichtlich: Die Zahl wohnungs- und obdachloser Menschen in Berlin steigt und steigt. Und damit auch öffentliche Kosten sowie private Profite im Bereich der notdürftigen Unterbringung. Gleichzeitig greifen in Zeiten der Wohnungsnotlage immer stärker Praxen der Überausbeutung, Diskriminierung und des Ausschlusses um sich. Über die Situation auf dem Wohnungsmarkt, Prekarität, Ausbeutung und Wohnungsnot und Wohnungslosigkeit sprechen:
- Dr. Cihan Sinanoğlu, Leiter NaDiRa Nationaler Diskriminierungs- und Rassismusmonitor - DeZIM Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung
- Dr. Matthias Bernt, Stellvertretender Direktor Politik und Planung - IRS Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung
- Nina Scholz, Freie Journalistin mit Schwerpunkt auf Tech, Arbeit und Gewerkschaften
- Wenke Christoph, Geographin, Staatssekretärin für Wohnen, Soziales und Integration (2020-23) Berlin
- Wibke Werner, Juristin, Geschäftsführerin - Berliner Mieterverein e.V.
- Moderation: Lena Fries, Historikerin, wissenschaftl. Mitarbeiterin MdB Katalin Gennburg
18:30–19:30 Das Fingerfood
19:30–21:30 Die Podiumsdiskussion: Wer regiert die Stadt? - LIVESTREAM
- Elif Eralp, MdA, stv. Fraktionsvorsitzende – Die Linke
- Dr. Linus Westheuser, Soziologe, Leiter Forschungsbereich Soziale und politische Konflikte am Max-Planck-Institut
- Ian Brossat, PCF, stv. Bürgermeister Paris 2017-2026 für Wohnungsbau, nachhaltiges Wohnen und Notunterkünfte, Mitglied im französischen Senat
- Moderation: Astrid Zimmermann, Autorin, ehem. Chefredakteurin Jacobin-Magazin, Mitarbeiterin Pol. Kommunikation Fraktion Die Linke im Bundestag
Die Diskussion wird Französisch-Deutsch gedolmetscht
21:30–22:30 Der Ausklang — Die Kaltgetränke
Samstag, 30. Mai 2026
10:00–11:00 Der Roundtable — Was kann ein Mietendeckel SICHER leisten? – LIVESTREAM
- Niklas Schenker, MdA, Vorstandsmitglied & Sprecher für Mieten, Wohnen, Bauen, Rad- und Fußverkehr, Clubkultur – Die Linke
- Caren Lay, MdB, Sprecherin für Mieten-, Bau- und Wohnungspolitik sowie für Clubpolitik – Die Linke
- Vertreter*in Initiative Bundesweiter Mietendeckel Jetzt
- Dr. Inga Jensen, Referatsleiterin Wohnungs- und Verbraucher*innenpolitik - DGB Deutscher Gewerkschaftsbund
- Moderation: Dr. Armin Kuhn, stadtpolitischer Aktivist, Redakteur bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung
11:00–11:30 Die Kaffeepause
11:30–13:30 Workshops
DREI — Öffentlich Bauen als Sichere Lösung der sozialen Wohnungsfrage: Bald vier Jahrzehnte ist es her, dass die Wohngemeinnützigkeit dem Neoliberalismus zum Opfer fiel, und in der Folge weite Teile der öffentlichen Wohnraumversorgung privatisiert wurden. Von da an sollte die unsichtbare Hand des freien Marktes Wohnraum schaffen und den Staat von dieser Aufgabe entlasten. Wo stehe wir heute: Berlin leidet an einem massiven Mangel an bezahlbarem Wohnraum, Berlin teilt sich dieses Schicksal mit Städten und Metropolen rund um den Globus. Während bezahlbarer Wohnraum dringend gebraucht wird, explodieren Baukosten, Mieten und öffentliche Kosten für die soziale Wohnraumversorgung. Die Antwort ist weitere Deregulierung. Wie muss eine linke Antwort aussehen, die bezahlbaren Wohnungsbau ermöglicht? Wie ist diese Lösung in eine soziale, demokratische und ökologische Stadtentwicklung eingebettet? Darüber sprechen:
- Philipp Möller, Sozialwissenschaftler, wissenschaftl. Mitarbeiter MdA Niklas Schenker Die Linke
- Katrin Lompscher, Stadtplanerin, Senatorin a.D. Berlin, Vorsitzende der Hermann Henselmann Stiftung
- Lukas Tockner, Ökonom, Referent für Wohnpolitik in der Arbeiterkammer Wien
- Prof. Dr. Eike Roswag-Klinge, Präsident der Architektenkammer Berlin, Natural Building Lab TU Berlin
- Moderation: Dr. Inga Jensen, Referatsleiterin Wohnungs- und Verbraucher*innenpolitik - DGB Deutscher Gewerkschaftsbund
VIER — Sicher und Anders Wohnen: Genossenschaften und Alternativen: Genossenschaften zeichnen sich durch Mitgliedereigentum, fehlende Profitorientierung und dauerhaft niedrigere Mieten aus und ermöglichen demokratische Beteiligung der Bewohner*innen. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede zwischen großen, marktangepassten Traditionsgenossenschaften und einer jüngeren Generation, die den Genossenschaftsgedanken konsequenter lebt. Das transformationspolitische Ziel wäre ein stadtweiter gemeinwirtschaftlicher Sektor als aktive Gegenmacht zum Immobilienkapital – nicht bloße Nischenprojekte, sondern die Stabilisierung ganzer Nachbarschaften. Dafür braucht es Genossenschaften als Anti-Gentrifizierungsakteure auf Quartiersebene, ihre rechtliche Verankerung in einem eigenständigen Dritten Sektor sowie eine offensive Kommunikation genossenschaftlicher Modelle als Alternative zu Markt und landeseigenen Wohnungsunternehmen (LWU). Bislang steht die Berliner Realität dazu in krassem Widerspruch – unter Rot-Schwarz hat sich die Vernachlässigung gegenüber der Vorgängerkoalition noch verschärft. Eine links regierte Stadt müsste diesen Kurs umkehren: durch Staatspolitik, die Genossenschaften aktiv fördert, demokratisiert und ausweitet. Ohne eine starke zivilgesellschaftliche Bewegung im Rücken bleibt diese Politik jedoch ein frommer Wunsch. Darüber sprechen:
- Andreas Barz, Sprecherrat Bündnis junger Genossenschaften & Studentendorf Schlachtensee eG
- Günter Piening, Autor, Die Genossenschafter:innen
- Elisabeth Staudt, Expertin Wärmewende und Klimaschutz, Tempelhof-Schöneberg, wissenschaftl. Mitarbeiterin MdB Violetta Bock
- David Robotham, Stadtsoziologe, Projektleitung bei SelbstBau eG.
- Moderation: Max Schirmer, Co-Vorsitzender Landesverband Berlin – Die Linke
13:30–14:30 Das Mittagessen
14:30–16:30 Die Workshops
FÜNF — Sicher Wohnen konkret und vor Ort: Von der Wohnungsfrage als DIE Soziale Frage unserer Zeit reden (fast) Alle. Aber wie sieht die Realität in Berlin vor Ort jenseits der Sprechblasen aus. Wer organisiert den mietenpolitischen Stillstand, wer sind die Drahtzieher hinter der Klage gegen den Berliner Mietendeckel. Mit einer progressiven Bundesregierung außer Sichtweite stellt sich für lokale Akteure umso drängender die Frage, welche wohnungspolitischen Spielräume noch auf kommunaler- und Landesebene bestehen und wie diese effektiv erkämpft werden können. Über das wohnungspolitische und wohnungsrechtliche Versagen des Bundes und Spielräume für den mietenpolitischen Kampf in Berlin vor Ort sprechen:
- Christoph Trautvetter, Ref. Netzwerk Steuergerechtigkeit, Ext. Leiter des Projekts der Rosa-Luxemburg-Stiftung „Wem gehört Berlin?”
- Lukas Klatte, Referent für Mieten, Bauen und Wohnen Die Linke im AGH Berlin
- Janine Räthke, Mitarbeiterin im Referat Wohnungspolitik und Grundsatzfragen beim Paritätischen Wohlfahrtsverband LV Berlin e.V.
- Regine Sommer-Wetter, Stadträtin für Soziales, Bürgerdienste und Arbeit und stellvertretende Bürgermeisterin, Friedrichshain-Kreuzberg
- Carola Handwerg, Anwältin für Mietrecht und Mitglied im Republikanischen AnwältInnenverein RAV
- Moderation: Dr. Alina Holze Moderation, Juristin, Gesellschaft für Freiheitsrechte
SECHS — Sicher Organisieren: Besonders in den letzten ca. 20 Jahren ist es Mieterinnen und Mietern, Bewegung und der Partei Die Linke gelungen, die Mietenpolitik als zentrales Feld klassenpolitischer Auseinandersetzungen zu etablieren. Mit dem Mietenvolksentscheid und der sozialen Neuausrichtung der landeseigenen Wohnungsunternehmen, der Einführung des Berliner Mietendeckels unter der linken Senatorin Katrin Lompscher und vielen weiteren, direkt wirksamen Maßnahmen mehr, konnten durchaus auch Erfolge auf diesem Feld verbucht werden. Heute ist allerdings offensichtlich, dass eine dauerhafte Organisierung im Bereich der Mietenpolitik eine große Herausforderung darstellt und einstige Erfolge durch neue Regierungen eingeschränkt oder gleich ganz rückabgewickelt werden. Welche Lehren für eine politische Linke daraus zu ziehen sind und wie eine Ausweitung des Kampfes um bezahlbares Wohnen dauerhaft gelingen kann, sprechen:
- Philipp Möller, Sozialwissenschaftler, wissenschaftlicher Mitarbeiter MdA Niklas Schenker Die Linke
- Rilana Krick, Koordinatorin Ehrenamt, Nachwuchs und Organisierung - Berliner Mieterverein e.V.
- Kaya Regnery, mietenpolitische Aktivistin, Pankow gegen Verdrängung
- Timo Kolfhaus, Organizer, Team Nam Duy Nguyen, Leipzig
- Moderation: Dr. Armin Kuhn, stadtpolitischer Aktivist, Redakteur bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung
16:30–17:00 Die Kaffeepause
abgesagt: 17:00–18:30 Die Diskussion — Sicher Wohnen in Berlin: Anforderungen an eine Progressive Metropole
- Niklas Schenker, MdA, Vorstandsmitglied & Sprecher für Mieten, Wohnen, Bauen, Rad- und Fußverkehr, Clubkultur – Die Linke
- Dr. Carmen Giovanazzi, Politökonomin, Leiterin Brumaire Verlag (u.a. Surplus Magazin)
- Prof. Dr. Nicole Mayer-Ahuja, Professorin für die Soziologie von Arbeit, Unternehmen, Wirtschaft an der Georg-August-Universität Göttingen
- Jochen Becker, Autor, Kurator und Dozent, Mitbegründer von metroZones | Center for Urban Affairs und der station urbaner kulturen/nGbK Hellersdorf (Moderation)
stattdessen: 17:00–17:45 Was heisst denn jetzt Sicher Wohnen in Berlin? Abschluss mit Katrin Lompscher, Niklas Schenker und Stefan Thimmel - LIVESTREAM
- Katrin Lompscher, Stadtplanerin, Senatorin a.D. Berlin, Vorsitzende der Hermann Henselmann Stiftung
- Niklas Schenker, MdA, Vorstandsmitglied & Sprecher für Mieten, Wohnen, Bauen, Rad- und Fußverkehr, Clubkultur – Die Linke
- Stefan Thimmel, Referent für Mieten-, Wohnungs- und Stadtpolitik - Rosa-Luxemburg-Stiftung