Zum Hauptinhalt springen

17. November 2026: Diskussion/Vortrag : Mujeres Libres.

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Capa-Haus
Jahnallee 61
04177 Leipzig

Zeit
17.11.2026, 19:00 - 21:00 Uhr
Themenbereiche
Deutsche / Europäische Geschichte, Erinnerungspolitik / Antifaschismus, Geschlechterverhältnisse, Soziale Bewegungen / Organisierung
Zugeordnete Dateien

Beschreibung

Mit Vera Bianchi (Historikerin), Moderation: Daniela Schmohl (RLS Sachsen)

Eine Veranstaltung der VVN-BdA Leipzig e.V. in Kooperation mit der RLS Sachsen

Die Mujeres Libres („Freie Frauen“) waren eine anarchistische Frauenorganisation, die vor allem während des Spanischen Bürgerkriegs für die soziale Revolution und feministische Emanzipation kämpfte. Im April 1936 gegründet, wollten die Mujeres Libres Frauen für die anarchistische Bewegung gewinnen und ihnen durch Bildung, Ausbildung und gemeinschaftliche Selbstorganisation ein selbstbestimmtes und wirtschaftlich unabhängiges Leben ermöglichen. Sie reagierten damit auch auf den Sexismus innerhalb der anarchosyndikalistischen Bewegung, vor allem der CNT, und bildeten eigenständige Strukturen.

Während des Bürgerkriegs ab Juli 1936 wuchs die Organisation auf rund 20.000 Mitglieder in mehr als 170 Ortsgruppen an. Die Mujeres Libres kämpften aktiv an der Front und engagierten sich ebenso im Hinterland: sie organisierten Bildungs- und Ausbildungskurse für Frauen, Kindergärten, Volksspeisungen und andere soziale Einrichtungen zur Unterstützung der republikanischen Bevölkerung.

Der Widerstand der Mujeres Libres richtete sich dabei nicht nur gegen den Faschismus als politische Bewegung, sondern auch gegen patriarchale Herrschaft und die Unterordnung der Frauen. Durch ihre Zeitschrift Mujeres Libres informierten sie sich gegenseitig über die Aktionen in ihren Ortsgruppen und diskutierten aktuelle Themen aus Theorie und Praxis.

Vera Bianchi stellt die Geschichte, politischen Ziele und praktischen Aktivitäten der Mujeres Libres vor und spricht auch über das Leben einiger Frauen unter der Francodiktatur (1939-1975).

Vera Bianchi, Historikerin mit den Schwerpunkten Anarchismus, Feminismus, Intersektionalität, Arbeiterinnenbewegung, Spanischer Bürgerkrieg. Sie forscht und veröffentlicht zu den Mujeres Libres (Freie Frauen) im Spanischen Bürgerkrieg und dem Syndikalistischen Frauenbund in der Weimarer Republik. Sie ist außerdem Redaktionsmitglied bei Arbeit - Bewegung - Geschichte und im Gesprächskreis Geschichte der Rosa-Luxemburg-Stiftung aktiv.

Von ihr erschienen bisher zwei Bücher zum Thema:
Feministinnen in der Revolution - die Gruppe Mujeres Libres im Spanischen Bürgerkrieg, Unrast Verlag, 2. Auflage Münster 2020


Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Sie findet in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Gesellschaftsanalyse und politische Bildung e.V. statt.

Standort

Kontakt

RLS Sachsen

Telefon: +49 341 96085 31

Ähnliche Veranstaltungen

Critical Walk im ehemaligen Fritz-Heckert-Gebiet, 25 Oktober 2026

: Exkursion

Chemnitz11:15 Uhr

Junge Rosa: Exkursion und Besuch des NSU-Dokumentationszentrums in Chemnitz

«Unser Schmerz ist unsere Kraft», 05 November 2026

: Lesung/Gespräch

Dresden18:30 Uhr

Neonazis haben unsere Väter ermordet

Feminismus von F bis S, 17 November 2026

: Workshop

Dresden18:00 Uhr

Reihe: Junge Rosa für Jugendliche und junge Erwachsene