23. September 2020 Diskussion/Vortrag Neue weltpolitische Konstellationen nach dem Zusammenbruch des europäischen Sozialismus

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Information

Veranstaltungsort

Online
Livestream

Zeit

23.09.2020, 00:00 - 01:00 Uhr

Themenbereiche

Deutsche / Europäische Geschichte, Parteien- / Bewegungsgeschichte, Online/Livestream, 30 Jahre 89/90

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Mit Kerstin Kaiser (Büroleiterin RLS Moskau, Slawistin)

Livestream unter: https://www.facebook.com/rosalux.sachsen/live

Bis zwischen 1989 und 1991 das sozialistische Lager und die UdSSR zerfielen, prägte der Systemgegensatz alle sozialen und politischen Entwicklungen weltweit mit. Danach sollte ein Zeitalter der Kooperation und der unbewaffneten Konkurrenz anbrechen, in dem hohe demokratische Standards und Wohlstand durchgesetzt werden.
Dreißig Jahre später: Es gibt tief gespaltene Gesellschaften, Aufschwung rechtsradikaler Gegner der Demokratie, zunehmende militärische Konflikte und Drohgebärden. Die Nato steht an den russischen Grenzen und sieht den Feind immer noch im Osten. Durch Handels- und Wirtschaftskriege sollen Macht- und Einflusszonen gesichert oder neu erschlossen werden.
Der Umbruch in Ostdeutschland ist nicht zu verstehen, ohne gleichzeitig ähnliche, parallel verlaufende Prozesse in osteuropäischen Ländern, die Auflösung des Warschauer Pakts und den Zwei-plus-Vier-Vertrag zu berücksichtigen.
Welche Rolle spielten diese Umbrüche für die neue weltpolitische Situation und das deutsch-russländische Verhältnis?

Welche politischen Weichenstellungen führten dazu, dass statt der Hoffnungen auf eine Friedensdividende nun die Logik eines neuen kalten Krieges die Politik bestimmt?

Zur Reihe: Die „Wende“ 1989/1990, die Wirtschafts- und Währungsunion und der Beitritt der neuen Länder zur Bundesrepublik waren eine Zäsur in der Entwicklung Ost-Deutschlands. Die gesellschaftlichen Strukturen erfuhren eine komplette Umwälzung mit tiefgreifenden Folgen für das Wirtschafts- und Sozialsystem, die Rechtsgrundlagen und die Politik. Die Lebensweise der Ostdeutschen veränderte sich mit entsprechenden sozial-psychologischen Folgen rapide und radikal. Was passierte in diesen 30 Jahren wirklich? Welche Spaltungen und Probleme waren mit dem Umbruch verbunden und was kann als „gelungen“ bezeichnet werden? Was ist zu tun, um die grundgesetzlich verankerten, gleichwertigen Lebensverhältnisse zu schaffen und wie sieht das aus einer linken, durch grundlegende Gesellschaftskritik bestimmten Position aus? Diese Fragen sollen in einer Serie von Veranstaltungen über zentrale Politikfelder unserer Gegenwart diskutiert werden.

weitere Veranstaltungen:
▸ Dresden/Online, 16. September, Mittwoch, 19.00 Uhr
Ostdeutsche: Wie sie sprechen und wie man über sie spricht
Mit Prof. Dr. Raj Kollmorgen (HS Zittau, Fakultät für Sozialwissenschaften, Direktor des Instituts für Transformation, Wohnen und soziale Raumentwicklung)

▸Dresden/Online, 07. Oktober, Mittwoch, 19.00 Uhr
30 Jahre Neu-BRD als aufschlussreiches „Gleichstellungsexperiment“*
Mit Prof. Dr. sc. phil. Hildegard Maria Nickel, Humboldt-Universität Berlin (u. a. wissenschaftliche Kommentatorin der Daten des ALLBUS 2018 innerhalb des Projektes „Ostfrauen“ von rbb und MDR)

▸Dresden/Online, 21. Oktober, Mittwoch, 19.00 Uhr
Ideen, Bedingungen und Perspektiven für Ostdeutschland
Mit Matthias Höhn (Beauftragter für Ostdeutschland der Fraktion DIE LINKE im Bundestag)


▸Dresden/Online, 28. Oktober, Mittwoch, 19.00 Uhr
30 Jahre Umbruch im Osten: Sozial-ökonomische Brüche
Mit Dr. Ulrich Busch (Wirtschaftswissenschaftler, Mitglied der Leibniz-Sozietät)

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

 

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RLS Sachsen

Telefon: +49 351 80403 02