8. Oktober 2020 Workshop Urbane Konflikte und die Krise der Demokratie

Stadtentwicklung, Rechtsruck und soziale Bewegungen. Abschlusstagung des BMBF-Forschungsprojekts Populismus, Demokratie, Stadt (PODESTA)

Information

Veranstaltungsort

Webseminar
Online

Zeit

08.10.2020, 18:00 - 09.10.2020, 19:30 Uhr

Themenbereiche

Neonazismus / Rassismus, Soziale Bewegungen / Organisierung, Partizipation / Bürgerrechte, Stadt / Kommune / Region, Online/Livestream

Zugeordnete Dateien

Eine Veranstaltung des BMBF-Forschungsprojekts PODESTA gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit Unterstützung der RLS Sachsen u.a.

Die Tagung diskutiert die Ergebnisse des Forschungsprojekts “Populismus und Demokratie in  der Stadt” der Universitäten Jena und Tübingen über den Zusammenhang von Stadtentwicklung und Rechtspopulismus. Nicht nur in deindustrialisierten ländlichen Regionen sind rechtes Denken und Handeln zu finden, sondern auch in urbanen Räumen ist eine Verfestigung rechtsautoritärer Orientierungen und eine daran anschließende politische Dynamik zu beobachten. Wenig untersucht ist, was Städte zu Orten der Demokratiekrise macht und was spezifische urbane Bedingungen für demokratiefeindliche Bewegungen sind. Die Tagung bietet ein Forum für die Analyse der politischen Situation und die Auseinandersetzung um Strategien gegen Rechtsruck und Autoritarismus.
 
Die Tagung findet online nach Voranmeldung am 8. und 9. Oktober statt.

Begleitende Podcasts, Lesungen und Diskussionen sind ab dem 1. Oktober 2020 auf der Projekthomepage www.podesta-projekt.de verfügbar.
Wir bitten um Anmeldung unter info@podesta-projekt.de.


Tagungsprogramm
8. Oktober 2020
 
▸18:15–18:30 Uhr
Eröffnung und Begrüßung
 
▸18:30–20:00 Uhr
Schubladen gegen rechts?
Stadt/ Land - Kommunitarismus/ Kosmopolitismus - Klassenkampf/ Identitätspolitik 
Vortrag und Diskussion mit
Jens Kastner (Akademie der Bildenden Künste Wien), Lea Susemichel (Freie Journalistin, Wien) und Bodo Mrozek (Berlin Center for Cold War Studies/IfZ München), Moderation: Tilman Reitz (Uni Jena)
 
9. Oktober 2020
 
▸13:30–15:00 Uhr
Rechtspopulismus zwischen gesellschaftlichen Verschiebungen und urbanem Alltag – Ergebnisse des Forschungsprojekts Populismus, Demokratie, Stadt
Vortrag von Luzia Sievi (Projekt PODESTA, Uni Tübingen) und Robert Feustel (Projekt PODESTA, Uni Jena) mit Kommentar von Peter Grohmann (Die AnStifter, Stuttgart) und N.N. (Netzwerk Leipzig – Stadt für alle), Moderation: Anne Burkhardt (Uni Tübingen)
 
▸15:30–17:00 Uhr
Demokratisierende Impulse? Empirische Stadtforschung als dialogisches und öffentliches Forschungsformat
Diskussion mit:
Ulf Bohmann, Jenni Brichzin, Henning Laux (Projekt „Chemnitz. Politische Ethnographie einer Stadt“, TU Chemnitz); Gerald Beck, Robert Jende (Projekt „Repair Democracy. Soziale Innovationen als Experimentierfeld demokratischer Mikropraktiken“, Hochschule für Angewandte Wissenschaften München) und Peter Bescherer (Projekt PODESTA, Uni Jena)
Moderation: Gisela Mackenroth (Uni Tübingen)
 
▸18:00–19:30 Uhr
Rechte Diskurse in städtischen Öffentlichkeiten und wie wir ihnen begegnen – Abschlussdiskussion
Vera Vorneweg (Schriftstellerin, Düsseldorf), Martina Grohmann (Theater Rampe, Stuttgart) und N.N. (Chronik.LE, Leipzig; angefr.), Moderation: Regina Ammicht Quinn (Uni Tübingen)
 
 
Rahmenprogramm
Beiträge ab 1.10.2020 online verfügbar unter www.podesta-projekt.de
 
▸Populismus, Demokratie, Stadt. Das Forschungsprojekt im Überblick
Podcast mit Peter Bescherer, Anne Burkhardt, Robert Feustel, Gisela Mackenroth und Luzia Sievi
 
▸Recht auf Stadt oder Stadt von rechts? Forschung zur Rechtsverschiebung in urbanen Räumen
Gespräch zwischen Peter Bescherer (Projekt PODESTA, Uni Jena) und Daniel Mullis (HSFK, Frankfurt am Main)
 
▸Solidarität durch Mietkämpfe? Erfahrungen der Mieter*innenbewegung in Leipzig und Berlin
Gespräch zwischen Kristina Heller (Mietergemeinschaft Schönefelder Höfe, Leipzig) und N.N. (Kotti & Co, Berlin; angefr.)
 
▸Rechte (W)Orte – Leerstück
Lesung von Vera Vorneweg (Schriftstellerin, Düsseldorf)

Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

Kontakt

RLS Sachsen

Telefon: +49 341 96085 13